Amore, mare e vino

Apulien – Salento

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Während ich diese Zeilen schreibe, liege ich noch im Halbschatten unter den Olivenbäumen am Pool und genieße die letzten Sonnenstrahlen, bevor es zurück ins herbstliche Deutschland geht.
Die letzten Tage über haben wir im schönen Salento mit dem türkisblauen Meer, dem wunderbaren Essen, dem erstklassigen Wein und den netten Menschen eine große Portion Dolce Vita erleben dürfen.

Damit auch ihr die größtmögliche Menge an Dolce Vita mitnehmt, habe ich euch hier meine Favoriten in den Rubriken Ausflüge, Essen und Wohnen zusammengefasst.

Wir waren 11 Tage im Salento, so heißt die Gegend im südlichsten Teil des Stiefelsabsatzes. Flughäfen dort sind in Bari und Brindisi. Dort solltet ihr euch ebenfalls ein Auto mieten, wir haben bei Avis gute Erfahrungen gemacht. (Tipp: fotografiert vor Abfahrt das Auto von allen Seiten, meistens sind da nämlich schon einige Kratzer drin.)

Unser Haus lag kurz vor der südlichsten Spitze und zwischen Flughafen Bari und dazwischen befinden sich die allerschönsten Ausflugsziele.

Beginnen wir kurz hinter Bari, bei Polignano a Mare. Das ist eine etwas größere Stadt, die eigentlich auf jeder To-Do Liste eines Reisenden in Apulien stehen sollte. Zumindest denke ich das, weil mir die Stadt (und der Strand) im Vorfeld unzählige Male empfohlen wurden. Wir haben es leider zeitlich nicht mehr geschafft, Polignano a Mare zu besuchen.

Kurz darauf im Landesinneren befindet sich Alberobello, dort findet ihr die Trulli, das sind kleine Steinhäuschen, die ganz typisch für diese Gegend sind. Dieses Ausflugsziel kann ich nur bedingt empfehlen, nämlich wenn man genug Zeit für die Fahrt mitbringt und vorher ausgiebig alle Strände der Gegend abgeklappert hat – ich fand die Strände nämlich sehr viel schöner als dieses doch etwas sehr touristische Städtchen. Ist also kein Muss, aber ein Kann.

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Wenn wir die Ostküste entland weiter südlich fahren, gelangen wir zu meinen absolut liebsten Ausflugszielen. Dort gibt es (schon ein ganzes Stück weit südlich von Alberobello – ca. 1,5 Stunden Fahrt) die Grotta della Poesia, eine türkisblaue Grotte, die durch kleine Höhlen mit dem Meer verbunden ist und in die man – wenn man sehr mutig ist 😉 – reinspringen kann. Definitiv ein Ziel, das sich bei schönem Wetter lohnt.

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Kurz dahinter findet ihr den Torre dell´Orso, auch die Karibik des Salento genannt. Für mich der schönste Strand der Gegend, mit sauberem, türkisblauen Wasser und wunderschönen Felsen, die aus dem Wasser ragen und die man auch von etwas weiter oben noch bestaunen kann.

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Nach ein paar Minuten Fahrt erreicht ihr Sant Andrea, ebenfalls eine wunderschöne Steilküste, von der man in türkisblaues Wasser schaut.

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Der südlichste Punkt des Salento ist die Stadt Leuca, dort fand ich es persönlich aber nicht so schön.

Als es bei uns an der Ostküste geregnet hat, sind wir innerhalb einer Stunde mit dem Auto an die Westküste gefahren. Dort befindet sich Gallipolli (eine etwas größere Stadt) und jeweils nördlich und südlich davon gibt es ebenfalls sehr schöne Badebuchten, zum Beispiel die Baia Verde. Was mir dort nicht so gut gefallen hat, waren die fliegenden Händler, die dir ständig etwas andrehen wollten und der leicht verdreckte Strand. Das Wasser war aber super schön.

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Ein Stück weiter südlich davon findet man die Badebucht „Maledive de Salento“, ebenfalls ein heller Sandstrand mit türkisblauem Wasser.

Nun zum wichtigsten: Wo kann man gut essen?
Kulinarisch werdet ihr in dieser Gegend ganz wunderbar versorgt. Wenn ihr mal keine Lust habt, selbst zu kochen, können wir euch die Trattoria la Bersagliera in Surano empfehlen. Wunderbares Essen zu super Preisen. Dort solltet ihr aber vorher anrufen und reservieren. Sonntag und Monat haben sie geschlossen und sonst öffnen sie erst abends um halb 9, was für die Gegend ganz normal ist. Tel.: +390836938236
Ein weiteres, absolut wunderbares Restaurant ist die Taverna del Porto bei Porto Tricase. Definitiv anrufen, sonst bekommt man keinen Platz mehr. Absolut zu empfehlen sind die gemischten Antipasti di Mare und der weiße Hauswein. Abends soll es dort die beste Pizza der Gegend geben, wir waren allerdings mittags da und wurden aber auch ohne Pizza nicht enttäuscht. Tel.: +390833775336
Wenn ihr einfach nur einen Aperitivo einnehmen wollt und dazu ein paar kleine Snacks knabbern wollt, kann ich die Enoteca „Delizie in Contea“ ganz oben in Castro empfehlen. Dort gab es einen super Weißwein und der Besitzer dort ist ein absoluter Kenner.

Noch ein kleiner Buchtipp meinerseits: One Night in Italy von Lucy Diamond. Eine bessere Urlaubslektüre gibt es für diesen Ort kaum 🙂

Und nun das, wofür ihr alle wohl eigentlich hier seid: der Link zu unserem wunderschönen Haus:

https://www.airbnb.de/rooms/5694667

 

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Das Haus liegt bei Marittima, direkt neben Castro und ist im Vergleich zum super riesigen Grundstück relativ klein und nur für 2 Personen gedacht, also statt Familienurlaub eher für ein Pärchen alleine. Im Haus gibt es alles notwendige, die Küche ist perfekt ausgestattet, es gibt sogar Strandhandtücher und einen Fön (das, was ich mich immer als erstes frage 🙂 ).

Ihr könnt Dorella allerdings auch privat per Email (dorella.ghirlanda@alice.it) kontaktieren. Schreibt ihr aber am besten auf Englisch oder Italienisch, Deutsch spricht sie nicht 🙂 und sagt ihr ganz liebe Grüße von mir, sie war wirklich eine super Gastgeberin.

Bitte lasst es mich unbedingt wissen, wenn ihr in die Gegend kommt! Ich kann einen Urlaub vor Ort jedenfalls nur empfehlen, es war wunderschön.

Und jetzt erstmal Arrivederci

Eure Lary

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Hyggecamping in Dänemark

Eine frische Brise, salzige Seeluft, Steine sammeln am Strand. Das ist für mich Dänemark. Genauer gesagt Møn, die Halbinsel, auf der wir nun schon zum zweiten Mal waren. Dieses Jahr sind wir wieder zum Zelten in den hohen Norden gefahren und es war beinahe noch schöner, als beim letzten Mal. Einfach, weil wir dieses Mal Hygge im Gepäck hatten. Dieses Gefühl von Hygge hatte ich die letzten Urlaube in Dänemark auch schon, nur hatte ich bisher aber keinen Begriff dafür. In eine Decke eingekuschelt auf´s Meer schauen, sich schreiend in die kalten Fluten stürzen und danach in ein kuscheliges Handtuch einmummeln, ein Picknick am Stand, aus dem Zelt auf die Dünen blicken, wenn die Sonne aufgeht. All das ist für mich Sommerhygge pur. Ich habe für euch meine liebsten Momente diesen Urlaub und ein paar Tipps für ultimatives Hyggecamping hier gesammelt.

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Was packen?

Damit euer Zelturlaub (auch im Sommer) nicht durch das doch recht wechselhafte Wetter verdorben wird, solltet ihr eine vielseitige Garderobe mitnehmen. Ein Windbreaker, eine Regenjacke und Gummistiefel können goldwert sein, genauso kann euch ein großer Sonnenhut oder eine starke Sonnencreme den Tag retten. Wir hatten beide Fälle des öfteren. Am besten packt ihr einfach von allem etwas ein, dann solltet ihr auf der sicheren Seite sein.

Was in Dänemark (oder im Norden generell) nicht fehlen sollte, ist Autan (oder ein anderen Mückenabwehrspray), Stichsalbe und Citronellakerzen. Wir hatten bei unseren bisherigen Aufenthalten unglaubliches Glück mit Insekten, diesmal gab es jedoch eine regelrechte Mückenplage. Vorbereitung (und sich nicht verrückt machen lassen) ist hier alles. Um Mücken am Zelt zu vermeiden, solltet ihr es möglichst nah an das Meer oder eine windige Stelle platzieren.

Sonstige Ausstattung?

Wer mit einem Zelt nach Dänemark reist, sollte auf die Größe des Zelts achten. Wir hatten ein relativ kleines Zelt für zwei Personen, dessen Vorraum man bei Regen nur als Unterschlupf  nutzen konnte, wenn er leer war. Wenn man in eine Gegend fährt, in der die Regenwahrscheinlichkeit relativ hoch ist, ist ein großes Vorzelt als Aufenthaltsmöglichkeit sehr, sehr nützlich. Ansonsten macht man es sich eben im Schlafraum mit einem guten Hörspiel gemütlich. Das Schöne am Regen an der Küste ist, dass er meist nie lange bleibt. Nicht umsonst nennt man Møn auch die dänische Karibik.

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Um das ultimative Hyggefeeling im Zelt zu bekommen, sind für mich Decken und Kissen en masse wichtiger als das Zelt selbst. Wenn wir länger als eine Nacht zelten, nehmen wir immer unsere Bettdecken und Kissen, die wir auch sonst zum Schlafen benutzen, mit. Schlafsäcke sind zwar gemütlich, aber nichts ist gemütlicher als die eigene Bettdecke. Und wer mit Zelt, Nahrung für eine Woche und Kleidung anreist, hat bestimmt auch noch Platz für ein paar ordentliche Decken. Genauso wichtig ist die Matratze. Isomatten sind für Camper. Hyggecamper nehmen ein aufblasbares Luftbett mit 🙂 vorher unbedingt auf Löcher überprüfen!

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Ansonsten: viiiele Kerzen (die einen starken Wind aushalten können) und eine Solarlichterkette für die ultimative Gemütlichkeit. Sehr zu empfehlen sind außerdem Decken für den Strand, die notfalls auch mal dreckig werden können oder von unten einen Feuchtigkeitsschutz haben. Für die Nacht: Taschenlampen!

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Was essen?

Essen wird bei uns groß geschrieben. Die Stimmung kippt, wenn es nichts anständiges zu essen gibt. Die Basis ist natürlich ein vernünftiger Kocher. Wir benutzen einen Trangia-Kocher, damit haben wir bisher immer wunderbar kochen können. Zur Basis gehören selbstverständlich auch zwei vernünftige Stühle und ein Tisch. Niemand hat Spaß, wenn er eine Woche oder länger mit krummem Rücken auf dem Boden kochen muss. Für nach dem Essen ist eine kleine Spülwanne sehr nützlich, man muss das Geschirr ja zu einer Spülstelle tragen. Und der letzte Tipp: In der Heimat so viele Vorräte wie möglich kaufen und mitnehmen. Ist deutlich billiger, kühlen kann man beim Zelten sowieso nichts und Spezialitäten kann man dann vor Ort holen. Kommen wir aber zu unseren liebsten Camping-Gerichten:

Die wichtigste Mahlzeit ist das Frühstück. Da dürfen keine Abstriche gemacht werden. Kaffee muss auch ohne Küche sein. Mit einer French Press oder einer klassischen Espressomaschine (diese Alu-Kännchen) geht das auch ganz einfach unterwegs. Kaffeepulver und kleine Kondensmilch nicht vergessen! Avocado und Grapefruit halten sich auch gut ohne Kühlschrank und Knäckebrot ist (im Vergleich zu unserem guten alten Bauernbrot) auch nach einer Woche noch knackig. Wer es deftig mag, kann Dosenwurst mitnehmen.

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Hot Dogs! Ist in Dänemark sowieso Pflicht. Wir haben in Deutschland Brötchen, Gurken, Röstzwiebeln, Senf, Ketchup und Würstchen im Glas besorgt und uns vor Ort aufgrund hoher Nachfrage dann nochmal mit Pølsern eingedeckt.

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Nudeln in allen Variationen. Mit Pesto oder Fertigsoße.

Suppen, Tees und Kakao. Alles, was warm macht. Für den Kakao könnt ihr kleine Milchpackungen kaufen, die ihr schnell aufbraucht.

Grillgut. Und einen Grill. Gemüse und Baguette zum Grillen von Zuhause aus mitnehmen und Fleisch vor Ort besorgen.

Proviant für zahlreiche Picknicks! Die Picknicks waren fast das schönste diesen Urlaub. Gegrilltes Brot, Salamisticks (zum Beispiel von Aoste), Nüsse, eine große Auswahl an Antipasti (selbstverständlich nur das, das nicht gekühlt werden muss) und vor allem: Rotwein!

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Und was, wenn es die ganze Zeit regnet?

Besorgt euch vorher genügend Bücher, ein Kartenspiel und vor allem Hörbücher! Harry Potter und der Hobbit haben uns schon so manchen Regentag gerettet. Es gibt nichts gemütlicheres, als bei Regenprasseln auf dem Zeltdach in eine dicke Decke eingekuschelt Hörspiel zu hören. Und vor allem: Lasst euch den Regen den Tag nicht vermiesen! Miese Stimmung macht alles viel schlimmer. Einfach raus aus dem Zelt, mit großem Geschrei ab in die Fluten und wenn ihr aus dem Wasser kommt, sieht alles überhaupt nicht mehr schlimm aus, versprochen!

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Wenn euch der Regen dennoch vom Zeltplatz vertreibt (starke Heringe können euch in einer windigen Nacht retten!), ist ein Ausflug in ein kleines Fischerdorf, zu einem Hafen oder gar nach Kopenhagen (sofern nicht zu weit weg) sehr empfehlenswert.

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Unser Campingplatz war Camping Vestmøn im Südosten Dänemarks, mit dem Auto nur 70km von Kopenhagen entfernt. Ein weiteres sehenswertes Ziel auf Møn ist der Møns Klint, ein riesiger Kreidefelsen.

Meine Kopenhagen Tipps: ganz klassisch Nyhavn und Tivoli (sollte man mal gesehen haben), falls ihr Parkgeld sparen wollt (im Zentrum kann das sehr teuer werden), könntet ihr in der blauen Zone parken. Diese ist etwas weiter außerhalb, dafür lernt man auf dem Weg zum touristischen Zentrum die ganzen Außenbezirke und vor allem die ganzen kleinen Lädchen mit umso größerem Hyggefaktor kennen. Ich habe selten so viele kleine Läden mit so viel Herz auf einem Haufen gesehen. Eine Freundin hat mir außerdem Royal Kopenhagen empfohlen, das ist ein Geschäft für Einrichtung und Porzellan und war für mich einfach ein Träumchen! Wir haben bei unserem Ausflug in der Lyrskovgade geparkt, du bezahlst ein Ticket (ca. 1 Euro pro Stunde), musst allerdings auch stolze 40 Minuten ins Zentrum laufen. Unser Glück: Direkt am Ende dieser Straße ist Birthe´s Smørrebrød. Ein relativ unscheinbarer Imbiss mit einer sehr, sehr netten Dame aus den Niederlanden (Birthe hat zu dieser Zeit eine Pause gemacht), die dich gut gelaunt über die verschiedensten Arten von Smørrebrød aufklärt. Weder im restlichen Kopenhagen, noch im Supermarkt haben wir so günstiges (und dennoch unglaublich leckeres) Smørrebrød gefunden. Mein Favorit: geräucherte Makrele.

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Ich kann jedem, der nicht aus Zucker ist und ein bisschen Erholung braucht, einen Zeltausflug nach Dänemark nur ans Herz legen. Nirgends bin ich erholter als dort. Alleine ein tiefer Atemzug der Seeluft reduziert Stress um ein hundertfaches. Ich hoffe, ich konnte euch mit meinem Hyggefieber und meiner Campingliebe ein bisschen anstecken und euch für euren nächsten Ausflug nach Dänemark oder auf einen Zeltplatz ein paar nützliche Tipps mit auf den Weg geben.

Hej, hej! Eure Lari

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Emergency Soup – Asiatische Hühnersuppe

Um eine Grippe möglichst schnell einzudämmen, oder um zumindest irgendetwas zu tun, damit es einem wenigstens ein bisschen besser geht (selbst wenn es nur Einbildung ist), gibt es traditionell Hühnersuppe. Da wir es gerne ein bisschen schärfer mögen und ich bisher kein Rezept für asiatische Hühnersuppe gefunden habe, das mir 100% zusagt, hier unsere Variation einer asiatischen Hühnersuppe.

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Alles, was ihr braucht, sehr ihr oben. Außer die Cocosmilch, die hat es leider nicht auf´s Foto geschafft. Zur Sicherheit hier nochmal eine Liste:

  • 1 Suppenhuhn (Wir haben diesmal ein Maishuhn genommen. Ich nehme lieber Fleisch, das nicht tiefgefroren wurde. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass bei nicht-gefrorener Ware das Fleisch zarter wird.)
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • ein großes Stück Ingwer
  • Galgant
  • 4 Kaffirblätter
  • Zitronengras
  • Chilischoten (wir nehmen gerne einen Mix aus roten und grünen, wobei bei uns die grünen meistens mehr Pfiff haben, in unsere Suppe habe ich 3 rote und 2 grüne, das müsst ihr aber je nach gewünschtem Schärfegrad variieren)
  • 4 Möhren
  • 1 Porree
  • 1 rote Paprika
  • 1 Limette
  • ein Bund Thai-Basilikum
  • 1 Bund Koriander
  • 4-5 Champignons
  • Glasnudeln (je nach Bedarf, wir machen manchmal mit und manchmal ohne)
  • Sojasauce
  • Cocosmilch
  • Instant-Hühnerbrühe
  • 200g Sojasprossen (nach Bedarf)

All diese Zutaten reichen für eine ordentliche Portion Suppe, die man aber wunderbar einfrieren kann und sich immer, sobald sich die nächste kleine oder große Erkältung ankündigt, portionsweise auftauen kann 🙂

Zuerst das Huhn ordentlich waschen und in einen großen Topf legen. Zwiebeln, Knoblauch, den Großteil des Ingwers und 2 Möhren schälen und klein schneiden. Zitronengras, Galgant und die Hälfte der Chilis ebenfalls klein schneiden und alles zusammen mit den Kaffirblättern zum Huhn in den Topf geben.

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Den Topf nun mit ca. 2-3 Litern Hühnerbrühe auffüllen (so, dass alles bedeckt ist) und das ganze 1,5 Stunden köcheln lassen. In der Zwischenzeit die restlichen Möhren, Porree, nochmal ein bisschen Ingwer, Paprika, Pilze, Koriander und Thai-Basilikum waschen und klein schneiden. Falls ihr Glasnudeln benutzt, diese nach Anleitung garen und klein schneiden.

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Nach der Kochzeit könnt ihr das Suppenhuhn aus dem Topf holen und auf einem Brett kurz abkühlen lassen. Währenddessen den Topfinhalt durch einen Sieb gießen und die Brühe auffangen. Diese kommt wieder auf den Herd, das „Gesiebte“ brauchen wir nicht mehr. Bis auf die Pilze und die Hälfte der Kräuter (die andere Hälfte dient zu Dekozwecken 🙂 ) könnt ihr das Gemüse jetzt für ca. 20 Minuten in der Brühe kochen, bis es weich ist. Währenddessen könnt ihr das Hühnerfleisch vom Knochen trennen, die Haut verwende ich nicht für die Suppe. Fleisch klein schneiden und zurück in den Topf.

Nach 20 Minuten könnt ihr die Champignons in die Suppe geben und je nach Belieben die halbe oder die ganze Dose Cocosmilch, einen ordentlichen Schuss Sojasoße und Limettensaft hinzufügen. Falls nötig, noch etwas Salz. Das ganze dann nochmal für 5 Minuten köcheln. Die vorgekochten Nudeln können danach ebenfalls rein. Falls ihr Sojasprossen benutzt, können diese ebenfalls kurz vor Schluss in die Suppe. Alles nochmal kurz aufkochen, ein letztes Mal abschmecken und in Schüsseln verteilen. Mit dem restlichen Koriander und Thai-Basilikum garnieren.

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Allen, die die Suppe aufgrund einer Grippe brauchen, wünsche ich gute Besserung und allen, die wie ich heute ohne Erkältung einfach so mitessen, wünsche ich guten Appetit!

Meine Haarfarbe

Da ich so oft auf meine Haarfarbe angesprochen werde (unter anderem auch an der Tankstelle oder bei der Post 🙂 ), dachte ich mir, ich verfasse einfach mal einen allgemein zugänglichen Beitrag darüber, wie meineFarbe entsteht.

Alle 3-4 Monate lasse ich meine Haare beim Friseur blondieren und färben. Das ist eine relativ unangenehme und auch relativ kostspielige Prozedur, deshalb mache ich das auch nur so selten. Da ich von Natur aus aber relativ hell bin, fällt das nicht so auf.

Mein Friseur benutzt für den Grauton die Farben der folgenden Marke:

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Und die folgenden Farben:

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Meistens wird mir eine Mischung aus 10/1 und 10/2 aufgetragen, die dunklere Farbe hat dabei den größeren Anteil der Mischung (2/3).

Da sich diese Farbe trotz Color-shampoo relativ schnell wieder auswäscht, helfe ich fast jede Haarwäsche mit Silbershampoo nach. Ich benutze am liebsten das hier:

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Es ist im Vergleich zu den Shampoos, die in der Drogerie erhältlich sind, mit einem Preis von 10€ etwas teurer, es wirkt dafür aber auch doppelt so gut. Kaufen könnt ihr das im Friseurladen oder über Amazon. Ich lasse das ganze immer zwischen 2 und 5 Minuten einwirken, je nach gewünschter Graustärke.

Da Silbershampoos die Haare etwas austrocknen, benutze ich regelmäßig eine Kur und pflege meine Haare mit Arganöl.

Das war´s auch schon! Ich hoffe, ich konnte euch weiterhelfen und freue mich auf Feedback und Fotos von eurem „Grannystyle“ 😉

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Alles Liebe

Eure Lari

Zimtschnecken

Hier findet ihr nun endlich das Rezept für die allseits beliebten Zimtschnecken!

Für die Basis benötigt ihr einen Hefeteig, dafür könnt ihr entweder einen fertigen Hefeteig aus dem Kühlregal nehmen (ich benutze gerne den von Henglein), oder ihr macht selbst einen, dann braucht ihr:

500g Mehl
1Pck Trockenhefe
50g Zucker
1 Prise Salz
200ml Milch
1 Ei
5EL Pflanzenöl

In einer Schüssel Mehl, Trockenhefe, Zucker, und Salz mit einem Löffel vermengen.
Die Milch in einem Topf erwärmen, bis sie lauwarm ist. Diese dann über die Mehlmischung geben.
Ei und Öl dazu und alles gut verrühren. Jetzt ein feuchtes Küchentuch über der Schüssel ausbreiten und den Teig 1 Stunde gehen lassen. Er sollte sich dann verdoppeln.

Nach der Ruhezeit könnt ihr ihn dann zu einem Rechteck (ca. 5mm dick) ausrollen.

…für die „Faulen“ geht es hier weiter 🙂

Ofen auf 180 Grad (Ober- Unterhitze) vorheizen und eine runde Springform mit Backpapier auslegen und einfetten.

Ihr braucht für die Füllung der Schnecken noch:

100g Butter, geschmolzen
60g Zucker
1-2TL Zimt, je nach Belieben.

Ihr streicht den Teig nun mit der Butter ein und streut die Zimt-Zucker Mischung darüber.

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Danach rollt ihr ihn dann zu einer Schnecke auf.

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Die Rolle dann in 2-3cm dicke Scheiben schneiden und sie mit etwas Abstand in die Kuchenform legen.

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Das ganze dann ca. 15 Minuten backen, bis sie goldbraun sind.

Falls ihr noch eine Art Frosting machen wollt, seht ihr die Anleitung dafür hier:

Ihr braucht: 2 EL Puderzucker, 3 EL Frischkäse, 2 EL Milch

Das ganze mit dem Mixer verrühren, bis eine sämige Masse entsteht. Wenn die Schnecken aus dem Ofen kommen, könnt ihr sie direkt damit bestreichen. Ich „besprenkle“ sie immer nur mit dem Frosting, das sieht meiner Meinung nach etwas ästhetischer aus 🙂 das könnt ihr machen, wenn die Schnecken warm aus dem Ofen kommen.

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Schwedenurlaub Februar 2016

Hallo ihr Lieben!

Da man ein Erlebnis wie dieses nicht einfach mit ein paar kurzen Erzählungen abtun kann und so viele von euch oft nach Schwedentipps fragen, habe ich mir überlegt, hier mal etwas ausführlicher über unser kleines Abenteuer zu berichten.

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Den Entschluss, nach Schweden zu fahren, haben wir spontan im November 2015 gefasst und dann relativ schnell unser Häuschen gebucht. Wir sind zu viert gefahren, da so ein Urlaub (vor allem mit Ferienhaus und Sprit) doch mit relativ hohen Kosten verbunden ist und wir uns diese und die Fahrtzeit dann gut einteilen konnten. Generell kann ich jedem empfehlen, mit dem Auto dorthin zu fahren, der in einem Ferienhaus wohnt, da man mobil ist und gleich ein paar Einkäufe mit aus Deutschland nehmen kann. Es ist zwar nicht alles teurer dort, aber bei bestimmten Dingen, wie beispielsweise Alkohol, kann es sich durchaus lohnen, vorher einkaufen zu gehen.

Wir haben damals die Fähre um 16 Uhr von Rostock nach Trelleborg genommen (die Überfahrt dauert ein paar Stunden) und sind dann von 22 Uhr bis 9 Uhr morgens von Trelleborg hoch in das kleine Örtchen Backe gefahren, das waren von der Fähre aus nochmal etwas über 1000km. Da die Fahrt ist relativ lang ist, kann ich jedem ans Herz legen, etwas länger als eine Woche zu bleiben. Wir sind damals aus zwei bestimmten Gründen so weit Richtung Norden gefahren (wobei wir trotz der langen Strecke nichtmal ansatzweise nörlich im Land waren): wir wollten Polarlichter sehen und sicher gehen, dass wir auf jeden Fall eine Menge Schnee haben. Zu diesem Zeitpunkt war nämlich auf der Höhe von Stockholm kaum Schnee, weshalb die Entscheidung, etwas weiter nach Norden zu fahren, gar nicht so abwegig war.

Polarlichter haben wir damals leider keine sehen können, da es schon etwas später in der „Saison“ war. Man hat wohl vor allem von November bis Januar Glück. Es gibt aber viele Onlineseiten, die einem (fast wie bei einer Wettervorhersage) mitteilen, zu welcher Uhrzeit man mal raus schauen sollte.

Noch kurz etwas zum Auto: Wir haben trotz des vielen Schnees keine Schneeketten gebraucht (wir hatten aber auch Allrad), es schadet aber definitiv nicht, welche dabei zu haben.

Ferienhäuser gibt es online ganz viele. Falls ihr im Sommer fahrt, empfehle ich euch ein Haus am See, im Winter ist das aber nicht so wichtig, da die Seen sowieso zugefroren sind und man nichts vom Wasser sieht.

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Wir haben dieses Häuschen unter fewo-direkt gefunden, Kontakt findet ihr auch unter http://traumvilla-schweden.de/

Wir haben wie gesagt zu viert darin gewohnt und ganz locker Platz gehabt. Perfekter kann ich mir ein Ferienhäuschen eigentlich nicht vorstellen, es hatte eine ganz wunderbare Küche, einen Kaminofen, ein Saunahäuschen außen und war sehr liebevoll eingerichtet. Die Vermieter sind auch sehr nett. Das Häuschen liegt in Backe (Nähe Strömsund).

Wir waren damals 11 Tage vor Ort, Ende Februar bis Anfang März. Viele planen über Weihnachten und Silvester nach Schweden zu fahren, was eine sehr schöne Idee ist, allerdings muss man damit rechnen, dass man kaum Tageslicht hat. Unser Vermieter meinte, im Dezember ist es höchstens von 10 bis 14 Uhr hell. Ende Februar ist die Tageslichtzeit mit Deutschland vergleichbar, damals war es meistens so von 7.30 bis 16.30 Uhr hell.

Da es dort relativ kalt sein kann (wir hatten morgens teilweise -24 Grad), hält man sich doch recht viel im Haus auf, weshalb ein schönes Haus doch sehr viel Wert ist 🙂 Die Kälte ist allerdings eine viel trockenere, als bei uns in Deutschland, es kommt einem bei weitem nicht so kalt vor, zudem gibt es bei den Temperaturen große Schwankungen, manchmal waren es morgens -20 Grad und mittags dann schon -8 Grad. Wir waren jeden Tag mehrere Stunden draußen, sei es um zu wandern, Elche oder Rentiere zu suchen, Langlaufski zu fahren oder um mir einen großen Herzenswunsch zu erfüllen, nämlich die Hundeschlittentour.

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Das war wirklich eine der schönsten Erfahrungen meines Lebens.

Für diese Touren gibt es in Schweden unheimlich viele Anbieter, wir haben uns damals für Siberian Adventures in Strömsund entschieden. Auf dem etwa einstündigen Weg dorthin haben wir zum ersten Mal Rentiere gesehen, der Tag fing also schon aufregend an. Vor Ort wurden wir dann gleich sehr familiär empfangen, zuerst gab es Kaffee und Tee mit der ganzen Familie in der Stube und später ging es dann raus zu den Zwingern, wo wir von lautem Gebell empfangen wurden. Es ist anfangs schon etwas gewöhnungsbedürftig, da es sehr laut ist und extrem riecht 🙂

Die Hunde wurden dann nach und nach ausgesucht (ihr könnt euch nicht vorstellen, wie groß die Freude der Auserwählten war!) und dann an die Schlitten geschnallt. Wir durften auch mitmachen, was wirklich aufregend war, da die Hunde sich nicht wie die typischen „Schoßhunde“ verhalten, sondern doch recht wild sind.

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Anschließend bekommt man eine Einführung. Jeder hat einen eigenen Schlitten und 6 Hunde. Ich wünschte, ich könnte die Stimmung dort in Worte fassen, aber es ist einfach unbeschreiblich. Du stehst auf dem Schlitten, drückst die Bremse, die Hunde ziehen schon und bellen ungeduldig, die Sonne kommt gerade durch die Wolken und die Stimmung ist wie elektrisiert.

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Ich war von uns die erste in der Reihe und als der Guide meinte, ich solle von der Bremse gehen, bin ich zuerst fast hinten runter gefallen, weil die Hunde so eine unglaubliche Kraft haben. Ich habe es dann doch geschafft, mich gerade so noch festzuhalten und ab ging die wilde Fahrt. Man braucht erstmal 10 Minuten, um sich wieder zu fassen und dann ist es einfach nur unglaublich. Wir sind einen Berg hochgefahren und als ich irgendwann nach rechts geschaut habe, hat es mir bei dieser Aussicht fast den Atem verschlagen.

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Oben auf dem Gipfel angekommen war es tatsächlich etwas weihnachtlich, man hört nichts außer dem Schlitten und ist umgeben von verschneiten Tannen oder endlosen Weiten. Ich war zwischendurch so überwältigt von diesem Anblick, dass ich fast zu Tränen gerührt war. Ich lege jedem ans Herz, so etwas wenigstens einmal im Leben gemacht zu haben. Ich bin eigentlich eher ein Freund von Strandurlauben (und ich war auch noch nie Ski fahren), doch diese Erfahrung möchte ich wirklich nicht missen, es war ein richtiges Abenteuer.

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Ich kann euch übrigens versichern, dass es für die Hunde keinerlei Qual oder ähnliches war, den Schlitten zu ziehen. Im Gegenteil. Die, die ausgewählt wurden, haben sich unendlich gefreut und waren ganz wild auf´s laufen. Als wir zwischendurch mal Pause gemacht haben, haben sie sich kurz zu Abkühlung in den Schnee geworfen und anschließend wurde lautstark bellend gefordert, doch endlich wieder weiterzufahren.

Falls ihr auch in der Nähe von Strömsund seid, hier die Webadresse von Siberian Adventures:

http://www.siberianadventure.com/DE_index2.html

Wir haben damals eine Halbtagestour gemacht (hat für den Anfang auch gereicht), die 70€ gekostet hat. Das war es definitiv wert.

Ansonsten sind wir die restliche Zeit viel gewandert, sei es durch verschneite Wälder oder über gefrorene Seen (die Einheimischen sind auch mit ihren Schneemobilen über die Seen gefahren). Meine Lieblingswanderung war, als ich alleine mit Lori über einen Waldweg durch 1 Meter hohen Schnee gestapft bin und wir auf einmal mitten in einer Herde von Rentieren standen, bestimmt 100 Stück. Da sie sehr scheu waren, habe ich hiervon leider kein Foto, aber ich habe eines von einer etwas kleineren Herde, die wir auf einer anderen Wanderung gesehen haben.

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Gourmet-technisch blieben auch keine Wünsche offen. Die Männer haben alle paar Tage gegrillt und es gab Burger, Hot Dogs und als Nachtisch Zimtschnecken.

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Alles in allem war das wohl einer der schönsten Urlaube meines Lebens. Und das, obwohl ich zu dieser Zeit für meine Klausuren in der Uni lernen musste. Das will also etwas heißen 🙂

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Ich hoffe, ich konnte euch einen guten Einblick geben. Falls ihr Fragen habt oder noch ein paar Tipps benötigt, könnt ihr mich gerne per Mail kontaktieren.

Alles Liebe,

Eure Lary